„Für mich war es das Überraschendste“, erzählt eine Mutter, „Wie Babys komplette, vollständige Wesen sind, wenn sie auf die Welt kommen. Ihre Blicke, ihre Reaktionen, ihre Neugierde. Und das schon nach ein paar Wochen. Ach was“, verbessert sie sich, „schon nach ein paar Tagen konnte ich das bei Nicola beobachten. Und wie sie, je älter sie wurde, immer forschender, neugieriger war. Sie fasste alles an, wollte alles in den Mund nehmen, alles begreifen.“

Indem sich das Kind seiner motorischen Fähigkeiten allmählich bewusst wird -es kriecht, krabbelt, macht den Bären- oder Vierfüßlergang, steht auf und geht -, löst es sich allmählich von der Mutter und anderen Bezugspersonen. Das kleine Kind erkundet, erforscht die Nahwelt, erwirbt dadurch Selbstbewusstsein. Und je mehr es sich seiner körperlichen Fähigkeiten bewusst ist, umso autonomer und eigenständiger handelt es.
„Da wunderst du dich nur noch, was das Kind mit einem Mal kann, wie es lernt, einen auch herausfordert. Meine Nicola hat mich genauso erzogen, würde ich sagen. Ich musste mich anpassen. In den ersten Monaten war sie pflegeleicht, aber dann forderte sie. Spätestens als sie krabbeln konnte, dieser Vierfüßlergang. Die war ständig unterwegs. So schnell konnte ich gar nicht hinterher sein.“




